Aktuelles

Friedhofsmauer eingebrochen

Witterungsumstände führten im September 2024 dazu, dass Teile der nördlichen Friedhofsmauer einbrachen. Die IKG Wien gab daraufhin den Auftrag, die Mauer des jüdischen Friedhofs zu sanieren.

Besuch aus New York

Die Familie Binet Charem aus New York, Enkel und Urenkel des ehemaligen Rabbiners Simon Löwy, besuchten Frauenkirchen. Unter anderen besichtigten sie in Begleitung von Franz Wegleitner und Hannes Pfemeter den jüdischen Friedhof und die Gedenkstätte.

Renovierung von Grabsteinen

Winterstürme führten dazu, dass auf dem jüdischen Friedhof mehrere Grabsteine umfielen. Der Verein „Initiative Erinnern Frauenkirchen“ beschloss im Frühjahr 2024, vier Grabsteine wieder aufstellen und renovieren zu lassen.

„Garten der Erinnerung“ kurzfristig geschlossen

Auf Grund von vermehrt auftretenden weltweiten antisemitischen Vorfällen verfügte die Stadtgemeinde nach Rücksprache mit dem Verein „Initiative Erinnern Frauenkirchen“ die kurzfristige Sperre der Gedenkstätte. Der Terroranschlag vom Oktober 2023 und die folgenden kriegerischen Auseinandersetzungen in Israel und Palästina hatten somit auch Auswirkungen auf die Gedenkstätte. Im Feber 2024 wurde der „Garten der Erinnerung“ wieder geöffnet.

Seltenes Schriftstück aufgefunden

Der Verein „Initiative Erinnern Frauenkirchen“ erhielt von Steven David Kastner aus Kanada die Kopie des „Schutzbriefes“ von Urban Kastner aus dem Jahre 1846. Dieser Schutzbrief erlaubte dem Juden Urban Kastner, sich auch außerhalb von Frauenkirchen frei zu bewegen und seiner Tätigkeit nachzugehen.

Besuch des „Garden of Remembrance“

Ahuda Weiss und ihre Familie besuchten im Juli 2023 Frauenkirchen. Ihr Großvater Jakob Kastner betrieb bis 1938 die koschere Bäckerei im jüdischen Frauenkirchen. Nach seiner Vertreibung fand er in Palästina eine neue Heimat und baute in Jerusalem eine Bäckerei auf.

Auf dem Friedhof in Frauenkirchen restaurierten die Besucher aus Israel, die von Bürgermeister Hannes Schmid und Vereinsmitgliedern begrüßt wurden, die Grabinschrift und fanden großes Gefallen am „Garden of Remembrance“.

Taharahaus nun unter Denkmalschutz

Das Taharahaus, das Gebäude, in dem die Leichenwaschung an verstorbenen Jüdinnen und Juden vor der Bestattung stattfand und in dem die Familie Ehmann, welche den Friedhof jahrzehntelang pflegte, eine Wohnung hatte, „ist in die Jahre gekommen“. Es bedarf einer umfangreichen Renovierung. Nun konnte der Verein „Initiative Erinnern Frauenkirchen“ bewirken, dass das Taharahaus, wohl das größte erhaltene im Burgenland, unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Michael Riegler besucht Frauenkirchen

Im Frühsommer 1938 wurde die Familie Riegler aus Frauenkirchen vertrieben. Mit einem Donauschiff gelangten sie in die rumänische Hafenstadt Konstanza am Schwarzen Meer, wo sie ein Schiff Richtung Palästina bestiegen. Die britische Mandatsherrschaft verwehrte ihnen die Einreise nach Palästina. Erst nach Kriegsende im August 1945 brachte man die Familie nach Palästina. Michael Riegler studierte und promovierte, bevor er als Bibliothekar an der Jüdischen Nationalbibliothek eine Anstellung fand. In seiner weiteren Laufbahn wurde er Direktor des „Judaica Reading Room“.

Am 21.6.2022 kam Michael Riegler wieder in seine alte Heimat. Nach einem Aufenthalt in der Synagoge Kobersdorf und einem Zeitzeugengespräch im Gymnasium Neusiedl am See besuchte er Frauenkirchen, das ehemalige Wohnhaus, den Friedhof und den „Garten der Erinnerung“. Begleitet wurde er dabei von Bürgermeister Hannes Schmid und Mitgliedern des Vereines „Initiative Erinnern Frauenkirchen“.

Michael Riegler starb ein Jahr später im August 2023 im 90. Lebensjahr in Jerusalem. Mit ihm starb wohl der letzte noch in Frauenkirchen geborene jüdische Bewohner.

Kunstwerk zeigt jüdische Alltagsszene

Franz Elek-Eiweck, Lehrer, Schulinspektor und in den 1940er Jahren Bürgermeister von Eisenstadt, prägte als Maler entscheidend die burgenländische Kunstszene. Elek-Eiwecks bevorzugte Motive waren burgenländische Dörfer und Landschaften. So begab er sich in den 1930er Jahren auch in das jüdische Frauenkirchen und schuf das Bild „Betender Jude“.

Actionbound – „Das jüdische Frauenkirchen“

Der Actionbound führt durch das ehemalige jüdische Frauenkirchen und bietet einen Einblick in das damalige Leben der jüdischen Bevölkerung. Diese Entdeckungstour geleitet an Orte, die in der Vergangenheit besonders wichtig waren, wie etwa der Platz der ehemaligen Synagoge oder das damalige Schulhaus. Man erfährt mehr über persönliche Lebensgeschichten und historische Ereignisse.

Gedenkstein für NS-Opfer in Pamhagen enthüllt

Auf Initiative einer örtlichen Interessensgruppe konnte mit Hilfe der Gemeinde Pamhagen und des Gedenkvereines „Initiative Erinnern Frauenkirchen“ am 10. Oktober 2021 in einer feierlichen Gedenkfeier ein Gedenkstein für die örtlichen NS-Opfer auf dem Friedhof enthüllt werden.

Neuer Grabstein für Angehörige der Roten Armee

Auf dem Ortsfriedhof von Frauenkirchen befindet sich ein Grab für zwei Soldaten der Roten Armee. Diese kamen während der Befreiung vom Nationalsozialismus am 2. April 1945 ums Leben.

Das Grab der beiden sowjetischen Soldaten wird seit mehr als vier Jahrzehnten von der Familie Pinetz/Leurer, die das benachbarte Grab besitzt, betreut. Der Gedenkverein „Initiative Erinnern Frauenkirchen“ initiierte 2018 die Erneuerung des Grabsteines.

Mr. Dominique Dubois aus London besucht die Heimat seiner Ahnen

Sein Ur-Großvater Isak Pollitzer verließ 1867 Frauenkirchen und ging nach Wien. Sein Großvater Leopold war Vorstandsmitglied des „Humanitären Vereins der Frauenkirchner in Wien“, der bedürftige Mitglieder der Kultusgemeinde Frauenkirchen unterstützte. Mr. Dubois arbeitet nun an einem Buch über seine Familie.

Neues Bild der Synagoge aufgefunden

Peter Brazda aus Wien stellt dem Verein „Initiative Erinnern Frauenkirchen“ ein neues bisher unbekanntes Bild (zw. 1921–1935) von der Synagoge in Frauenkirchen zur Verfügung. Man erkennt, dass eine Person mit einem Gebetstuch das Schofahorn bläst. Bild links: Der Eingang zur Frauenempore in der Synagoge.

Purim 1930 in Frauenkirchen

Das jüdische Purimfest, welches am 14./15. im sechsten Monat im jüdischen Jahr zur Erinnerung an die Rettung der persischen Juden vor der Verfolgung gefeiert wird, ähnelt dem christlichen Fasching. An diesem Tag verkleidet sich die Bevölkerung, feiert Feste und veranstaltet Umzüge.

Nathan Fried aus Rechovot südlich von Tel Aviv/Israel, Sohn des Moshe Fried, der bis März 1938 in der Hauptstraße 29 in Frauenkirchen lebte, hat dem Verein „Initiative Erinnern Frauenkirchen“ ein Foto vom Purimfest 1930 in Frauenkirchen zugesandt.

Zvi Riegler besucht die Heimat seiner Vorfahren

Zvi Riegler, Student aus Jerusalem und Enkelsohn von Michael Riegler – ehemals wohnhaft in der Amtshausgasse 23 in Frauenkirchen – besuchte im Sommer 2016 die Heimat seiner Vorfahren.

Besuch der Familie Fried in Frauenkirchen

Am 13. April 2016 besuchten Jakob Fried, sein Sohn Uri und Verwandte aus Israel die Heimat ihrer Vorfahren. Dabei suchten sie, in Begleitung von Franz Wegleitner, den jüdischen Friedhof in Frauenkirchen auf, um am Grab ihrer Vorfahren ein Gebet zu sprechen. Danach besichtigten sie das Grundstück ihrer ehemaligen Wohnstätte, auf dem ihre Eltern und Großeltern vor 1938 eine Holzhandlung betrieben. Zudem stattete die Familie der Gedenkstätte „Garten der Erinnerung“ einen Besuch ab, hier wurden sie von Bürgermeister Josef Ziniel begrüßt.